Ein wenig erinnert das erste Gitarrenriff der Iremembertapes an Interpol und dann dieser Synthesizer. Niemand hat sich seit dem letzten Editors-Album im Indie-Bereich so viel 80er (zu)getraut. Doch nun kommt der große Unterschied zu den beiden bisher erwähnten möglichen Referenzen. Denn während bei diesen düstere New Wave Strophen einsetzen würden, begrüßt uns hier ein Chor mit geballter Fröhlichkeit. Und plötzlich wird klar : das ist hier eine Verneigung an die andere Seite der 80er. Wir sind nicht im dunklen Keller einer Indie-Disco, sondern auf dem besten Weg in eine neonlichtdurchflutete Tanzhalle. Iremembertapes wollen, dass die Hörer dieser Musik nicht grübeln und am Leben zweifeln, sondern es tanzend unter der Discokugel feiern. Was erwartet den geneigten Musikfreund nun also? Es ist ein wenig die fröhliche Version von Roxy Music oder die 80er Variante von Bloc Party. Wer Lust auf eine geballte Ladung gut gelaunte Euphorie mit flinken Beats und schicken Synthesizer-Riffs hat, der kann hier eine gute Zeit haben. Das hier ist fröhlicher Disco-Indie-Pop der tanzbarsten Sorte.