Vier Alben lang waren die Düster-Gothic-Rocker von Eisbrecher im Indie-Sektor unterwegs, jetzt erscheint ihr Majordebüt - und da leget das Duo gleich im Opener „Tanz mit mir“ richtig los. Verzerrte Gitarren mischen sich mit Geigenflächen und eingeworfenen Synthielinien. Über all dem thronen der aggressive Sprechgesang der Strophen und ein eingängiger Refrain. Eisbrecher gründeten sich in einer Zeit, in der die „Neue Deutsche Härte“ groß im Kommen war und blieben sich treu, wenn auch in Sachen Sound modernisiert. Allerdings lassen sie Einflüsse aus dem Gothic-Pop Bereich zu. Insgesamt klingt das als hätten Rammstein („Exzess Express“) sich mit Depeche Mode („Rette mich“) gekreuzt. Dass die Protagonisten Alex Wesselsky und Noel Pix aus der Band Megaherz stammen, lässt sich ebenfalls musikalisch nicht verheimlichen. Ihre Stärken spielt die Band vor allem dann aus, wenn sie es schafft, Härte und Electro-Pop zusammenzubringen, wie im Titeltrack „Die Hölle muss warten“ oder dem tanzbaren Alternative-Disco-Knaller „Verrückt“. Doch auch für Balladen, die auch Unheilig-Fans gefallen sollten ("Rette mich"), wurde Platz auf dem neuen Album reserviert.