Sehr reif und abgeklärt wirkt die gerade 16-jährige Britin Dionne Bromfield, die 2009 mit einem Coveralbum mit Soul-Klassikern erfolgreich debütierte. Erstmals tauchte ihr Name in den Medien auf, als sie Rückenwind von ihrer inzwischen verstorbenen Patentante Amy Winehouse bekam. Diese war zwar nicht die erste Supporterin, aber sicherlich die lauteste und einflussreichste. Und in deren Fußstapfen will Dionne Bromfield nun mit 'Good For The Soul' treten, auf dem sie nur eigene Songs präsentiert. Nach den ersten Aufnahmen in L. A. feilte sie mit dem einstigen Incognito-Mastermind John Paul "Bluey" weiter an ihrem Sound, ihrer Stimme und ihrem Stil als Songschreiberin. Der zweite Longplayer markiert ihre eigentliche Geburtsstunde als Künstlerin. Perfekt reiht sich Bromfields Sound in die britische Soul-Tradition ein, kurz nachdem Künstler wie Plan B und Paloma Faith ein Update zu Motown & Co. abgeliefert haben. Ganz egal, ob es sich nun um eine traurige Ballade wie "Get Over It" oder um lässige Uptempo-Tracks wie "A Little Love" oder "Muggin'" handelt – sie passen perfekt ins Hier und Jetzt, während sie zugleich an eine Ära erinnern, in der alles ein wenig unschuldiger, glanzvoller und irgendwie größer war.