Wah-Wah-Gitarren, ein schnurrendes Fender-Rhodes-Piano, funkelnde Streicher und last but not least die Stimme der Sängerin Bajka sorgen dafür, dass schon der Opener von Ralph Kiefers Projekt The Soul Session zu einer unwiderstehlichen Angelegenheit in Sachen Modern Soul wird. Fast im Alleingang, unterstützt von Gästen wie Kay Fischers atemberaubendem Baritonsaxofon-Solo auf „Root Down“ und Karl Frierson (DePhazz) auf „Soul Desire“ und "Underneath", lässt der Multi-Instrumentalist und Komponist auf 'One' 15 Songs von der Leine. So extrem vielfältig, leichtfüßig und rund kommt dieses Album daher, dass man kaum glauben kann, einem Debüt zu lauschen. Kiefer versteht es, Jazz, Soul und elektronische Musik bruchlos unter einen Hut zu bringen. Und wenn der Doors-Titel "Light My Fire" erklingt, der sich in Kiefers Version zu einem Song in der Tradition von 70s Soul und Rare Groove mausert, schließt sich ein Kreis, der angefüllt ist mit hypnotischen Hymnen und psychedelischen Beats.