Durchweg ungerade Rhythmustypen bilden mit ihrer spezifischen Schwingung die Grundlage für alle Tracks auf Burnt Friedmans Album 'Bokoboko'. Wie alle anderen Stücke auch stammt der Titel-Track aus dem Japanischen und bedeutet "uneben", "hohl klingend", was sowohl den krummen, dynamischen Grooves, als auch den vielen perkussiv tönenden Instrumenten entspricht. Am Klang wiedererkennbar, spielt Friedman auf den zehn Instrumentals auf Ölfässern und Steel Drums, Holz-und Metall-Perkussion, Gongs, Monochord, einer selbstgebauten Gummibandgitarre, Orgel, Synthesizer und E-Gitarre. Keineswegs in sich abgeschlossen sind die Stücke, die nicht der Idee eines Originals mit einer unverwechselbaren Identität entsprechen. Im Gegenteil, die Wandelbarkeit ist ihr wesentlichstes Merkmal. Obwohl keine oberflächliche Ähnlichkeit besteht, folgen Track 3, "Deku No Bo", und Track 4, "Sendou", derselben rhythmischen Formel, demselben siebenteiligen, zyklischen Groove. Aufgenommen und gemischt wurde 'Bokoboko' innerhalb der letzten drei Jahre in Friedmanns Berliner Studio.