Sie sind die unangefochtene Nummer Eins unter den Heavy-Metal-Bands, ihre Konzerte sind ein (Orgas-)Muss für jeden Headbanger. Freilich gaben ´Maiden-Alben in den letzten Jahren nicht immer Anlass zu heller Freude, häufig mangelte es an Hits wie sie ihnen in alten Zeiten reihenweise gelangen. Das 15. Album fängt mit einem ziemlich monotonen Intro an, danach ist der Tiefpunkt der Platte zum Glück überwunden. Insgesamt gefällt „The Final Frontier“ mit seinem grandiosen Sound und großartigen Grooves von Bandboss/Basser Steve Harris und Top-Schlagwerker Nicko McBrain. Gesanglich überzeugt Bruce Dickinson mit Pathos und Kraft, nur eingängige Hymnen wollen den britischen Vorzeige-Rockern nicht gelingen. Stattdessen erklingen ausgedehnte, fast progessive Tracks wie „Isle Of Avalon“, „When The Wild Wind Blows“ u.a., die jedoch an Klassiker wie „Run To The Hills“ oder „The Number Of The Beast“ nicht heranreichen. Unterm Strich ist es ein Album von der Güteklasse „Seventh Son Of The Seventh Son“ (1988) geworden, eines der besseren also. Iron Maiden sind immer noch exzellente Handwerker, die mit Herz und Hirn bei der Sache sind. Vor die Wahl gestellt, ein solides ´Maiden-Album zu bekommen oder gar keins, dürfte die erste Möglichkeit für den Fan immer noch die bessere sein.
Unter dem Stichwort "Grenzkontrolle" verlost amm 5 Display-Aufsteller zum neuen Iron-Maiden-Album!