| Mit ihren instrumentalen Eigenkompositionen hat sich die deutsche Formation Triosence in der deutschen Jazzszene einen guten Ruf eingespielt, hoben sich Pianist Bernhard Schüler, Drummer Stephan Emig und Bassist Matthias Nowak, der inzwischen von Ingo Senst abgelöst wurde, wohltuend vom oftmals sehr steif wirkenden deutschen Jazz ab. Auf ihrem neuen Album 'Where Time Stands Still' beschreiten sie nun Neuland, werden Schülers Stücke, dank ihrer großen Nähe zu Lyrik und Poesie, tatsächlich zu echten Songs. Mit der amerikanischen Sängerin Sara Gazarek erhält die Musik von Triosence eine warme, einfühlsame Stimme. Geschmackvoll aber nie geschmäcklerisch oder gar pompös spielt sich die Band, verstärkt durch die Gitarristen Frank Haunschild und Vitaliy Zolotov, durch ein mal heiter, mal melancholisch klingendes Menü. Ruhigen Momenten folgen herzhafte Grooves, muntere Arabesken wechseln sich mit kunstvollen Arrangements ab, durch die sich Sara Gazareks Gesang wie ein roter Faden zieht. Empfahl sich Triosence bislang schon als innovatives Musikprojekt, so setzen sie nun mit 'Where Time Stands Still' ihrer Kunst die Krone auf. | |