| Wo in dieser Welt ist eigentlich noch die Wahrheit zu finden? Die australische Band Parkway Drive hat aus dieser Frage ein Konzeptalbum gemacht: 'Deep Blue', die dritte Platte des Metalcore-Quintetts, gibt darauf zwar auch keine Antwort, aber stellt die Frage ein paar Mal, und das laut und eindringlich. "Die Geschichte wird aus der Sicht eines Mannes erzählt, der aufwacht und merkt, dass sein Leben eine Lüge und nichts, an das er glaubt, echt ist", bringt Sänger Winston McCall die Erzählung auf den Punkt, die sich durch die 13 Songs zieht. "Er versucht, die Wahrheit in sich selbst zu finden, und seine Reise führt ihn auf den Meeresgrund und wieder zurück." Keine Bange: Das ganze klingt nicht nach idyllischem Tauchkurs vor der australischen Ostküste. Eher so, als würde der Protagonist sich einmal quer durch den fünften Kontinent prügeln. Joe Barresi (u.a. Queens Of The Stone Age, Bad Religion, Tool) verpasste der Platte den ebenso fetten wie ausdifferenzierten Sound. Höhepunkte der Wahrheitssuche: "Sleepwalker", "Unrest" und insbesondere "Alone" mit seinen ständigen Wechseln zwischen ruhigen Melodie-Passagen und entfesselter Aggression. Dringende Empfehlung für alle Fans von The Haunted. | |