| "Mich interessieren Sachen, die aufzeigen, was fehlt. Wenn ich sehe, dass etwas in meinem Umfeld oder der Gesellschaft besser gemacht werden kann, inspiriert mich das", sagt Roman Fischer. Und in der Tat startet er in Platte Nummer drei mit einer ordentlichen Portion Selbstkritik: "We never achieve but always intend" singt Fischer in "Into Your Head". Bezieht man das auf seine Laufbahn, ist's natürlich gnadenloses Understatement - der junge Berliner hat schon viel erreicht. Kein Grund, sich auszuruhen - seine Kernkompetenzen baut er weiter aus: Das teilweise in Stockholm entstandene Album installiert sich im wohlproduzierten Superpop, ohne seine Kanten zu verlieren, schielt Richtung Tanzfläche und Wohnzimmer gleichermaßen. Da ist etwa "Not For Everyone": Ein verblüggend flotter Knaller von einem Song, der über einen gnadenlos einheimelnden Refrain und einen prägnanten Bass funktioniert und eine Freude für Radiosender und Besucher einschlägiger Indie-Discos sein dürfte. Ähnlich überzeugend: "Some Other Men", das eine Art Brücke zwischen Muse und Ben Folds schlägt oder "Sequels", ein schleichender, mit viel Spaß am Drama inszenierter Progpop-Song. | |