In den letzten Jahren hat sich der mittlerweile 58-jährige Gordon Matthew Sumner alias Sting immer wieder neuen Projekten gewidmet. Teils haben diese ihn weit in die Klassik-Gefilde geführt, wie seine Interpretation der Lieder des Renaissance-Komponisten John Dowland ('Songs From The Labyrinth', 2006). Seit dem 2. Juni ist Sting mit eigener Band und dem Royal Philharmonic Concert Orchestra unter der Leitung von Steven Mercurio auf Welttournee um seine Solo- und Police-Hits in neuem Gewand zu präsentieren. Im September und Oktober 2010 wird er für Hallenkonzerte in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und Stuttgart Station machen. Parallel dazu erscheint das Album 'Symphonicities', das die Schönheit von Songs wie "Next To You", "Englishman In New York", "Roxanne", "Everything Is Magic", "When We Dance". "She's Too Good For Me", "Why Should I Cry For You" oder "The Pirate's Bride" im Glanz des großen Orchesters und mit Stings klarer und gefühlvoller Stimme erstrahlen lässt.
Die aufwändigen Arrangements stammen von Spezialisten wie Jorge Calandrelli, David Hartley, Michel Legrand, Rob Mathes, Vince Mendoza, Steven Mercurio, Bill Ross, Robert Sadin und Nicola Tescari. Aufgenommen mit dem Royal Philharmonic Concert Orchestra und Band, darunter Stings langjähriger Gitarrist Dominic Miller und Bassist Ira Coleman, in den weltberühmten Abbey Road Studios und von dem vielseitigen Songschreiber, Interpreten und vehementen Live-Akteur in Kooperation mit Rob Mathes produziert, wird Stings Zusammenwirken mit einem klassischen Orchester jeden Hörer beeindrucken.
Auch wenn Popmusik und Klassik seit Deep Purples "Concert for Group and Orchestra" immer wieder neue Verbindungen eingehen, übt Stings Performance mit dem 45-köpfigen Londoner Orchester einen ganz besonderen Reiz aus. Der Gigant der Popkultur hat sich bei seinen Ausflügen in die Klassik stets neu erfunden. Stings Interesse an der Kollaboration mit einem Orchester entstand vor zwei Jahren, als er einer Aufführung mit dem legendären Chicago Symphony Orchestra folgte, mit dem er eine Auswahl seines umfangreichen Repertoires spielte. Sting brannte fortan darauf, weitere Möglichkeiten einer symphonischen Zusammenarbeit zu erproben. Seine Begeisterung war groß, als ihn das Philadelphia Orchestra bat, an der Feier zum 153. Jubiläum der Academy of Music mitzuwirken, die für Sting einen Höhepunkt seiner Karriere bildete. "Ich freue mich sehr über diese neue Gelegenheit, mit dem Royal Philharmonic Concert Orchestra auf Tour zu gehen und die Songs, die ich seit vielen Jahren singe, neu zu interpretieren", erklärt der Brite. Die Neuerfindung der Hits aus seinem eigenen Songbook markiert einen weiteren logischen Schritt bei seinem Flirt mit der Welt der Klassik, der 2006 begann.