Das selbstbetitelte dritte Album der Norweger, die in ihrer Heimat bereits echte Stars sind, zeigt, dass klassischer Hardrock weder ausgestorben ist noch gestrig oder angestaubt klingen muss. Und das obwohl die Zutaten die sind, die man beim Classic-Rock so erwartet: Ein Sänger mit großer Stimme, der es aber nicht mit Pathos übertreibt, Orgel- und Streicherklänge, rockige Gitarrenriffs mit Ausflügen in Metal und Alternative-Rock, melodiöse Gitarrensoli, Backgroundchöre und dazu ein gutes Songwriting und eine saubere Produktion. Auffällig ist die relativ ruhige Atmosphäre, die sich durch das gesamte Album zieht. Das gilt sowohl für Balladen wie "Sail away" als auch für schnellere Stücke wie "Bridge and Anchors". Audrey Horne konzentrieren sich auf ihre Stärken, die sich auf den beiden Vorgängeralben angedeutet hatten und nun wunderbar zum Einsatz kommen. Die Songs sind eingängiger, die Melodien abwechslungsreicher und insgesamt scheint die Band bei sich angekommen. Vielleicht hat sie ja deswegen das Album nach sich selbst benannt. Wo Audrey Horne drauf steht, ist schließlich auch Audrey Horne drin.