Dass man wenn man als junger Musiker nicht unbedingt eine Boygroup gründen muss, beweisen Aspera aus Norwegen mit ihrem Debüt 'Ripples'. Bei Beginn der Aufnahmen war das Quintett noch komplett unter 20 Jahren. Was man der Platte nicht anhört: Ihr Melodic-Metal mit Einflüssen aus dem Progressive- und Rockbereich ist durchaus erwachsen. In den Instrumentalparts zeigen die Musiker ihr Können und müssen sich damit nicht verstecken. Dabei sind sie nicht so komplex wie Dream Theater, als deren Light-Version man sie ansonsten schon bezeichnen könnte. Aspera allerdings mischen die Keyboardflächen eher in den Hintergrund und verhindern so, dass die Songs vom eigenen Sound überfrachtet werden. Neben treibenden Prognummern findet man mit "Reflections" auch eine kurze akustische Ballade auf dem Album. Ab und zu klingt der Frontmann ein wenig nach Jon Bon Jovi - wer also schon immer wissen wollte wie es klingt, wenn dieser bei Dream Theater anheuern würde, der sollte hier zugreifen.