Das Meisterwerk der Briten
Im August 2008 hatten Matthew Bellamy, Dominic Howard und Christopher Wolstenholme sich ins Studio zurückgezogen, um in Eigenregie ihr neues Album aufzunehmen - erstmals in der Bandgeschichte produzierten Muse sich selbst. Das Ergebnis, das das Trio im letzten Herbst präsentierte, kann man getrost als "Meisterwerk" bezeichnen. Die Briten sind ihrem Stil treu geblieben und haben doch einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht. Ein Song wie der Opener "The Uprising" hätte auch gut auf das Album 'Black Holes And Revelations‘ gepasst, auch "MK Ultra" schlägt die Brücke zu früheren Veröffentlichungen. "United States Of Eurasia" hingegen überrascht mit orientalischen Einflüssen. Stellenweise - etwa bei "Guiding Light" - fühlt man sich an Queen erinnert, allein schon wegen der Einbindung klassischer Stilelemente. Dass sich Muse mit diesen Zitaten nicht überheben, sondern sie nahtlos in den eigenen Sound integriert, zeugt von ihrer Klasse. Höhepunkt des Albums: Die dreiteilige Rock-Symphonie "Exogenesis". Wahrscheinlich das ambitionierteste musikalische Experiment der Briten, in jedem Fall beeindruckend und fesselnd vom ersten bis zum letzten Ton. Ohne Zweifel eines der stärksten Alben des Jahres 2009.