Zurückhaltend-melancholisch
"Ich habe tatsächlich große Angst vor Wasser", sagt Sophie Zelmani. Das mag angesichts von Albumtiteln wie 'The Ocean And Me' (2007) oder dem jetzt erschienenen 'I'm The Rain' ein wenig überraschen. "Aber es hat auch etwas an sich, das mich extrem fasziniert ..." Hier schließt sich dann der Kreis zum neuen Longplayer: "Faszinierend" ist die treffende Vokabel für das neueste Werk der schwedischen Singer/Songwriterin. Zelmanis zurückhaltende Stimme schwebt über ruhigen Klanglandschaften, die Gitarrist und Produzent Lars Halapi legt. Mit seiner traurigen Grundstimmung - kurz vor den Studioaufnahmen verstarb Tontechniker Pontus Olsson, mit dem Zelmani seit ihrem Debüt 1994 zusammengearbeitet hatte - zieht das Album den Hörer schnell in seinen Bann, aus dem es bis zum letzten Ton kein Entkommen gibt. Mal verträumt-melancholisch (wie bei "The Years" oder "Not With You") mal ein wenig folkig-lebhafter ("If I Could") ist 'I'm The Rain' ein großartiges Album für Sonnenauf- und -untergänge sowie alle ruhigen Momente dazwischen. Anspieltipp: "Ready".