Am Anfang klingt, als würde sich der rosarote Panther via Gitarrenriff ankündigen. Aber dann kommen Die Aeronauten um die Ecke und bringen einen ganzen Bläsersatz mit. Ihr siebtes Studioalbum knüpft an alte, zeitlose Qualitäten an. Die Stimmung schwankt zwischen ausgelassener Tanzflächen-Aktion, romantischem Abend zu Zweit und der Melancholie am Morgen danach. Die Texte der Schweizer erzählen wie gewohnt kleine Geschichten aus dem Alltag. Hier wird nicht Weltpolitik verhandelt, sondern Probleme der Mittdreißiger von nebenan - aber die Protagonisten der Aeronauten-Lieder rappeln sich immer wieder auf, um dann fleißig zu tanzen. Manche funky Bläsersätze findet man momentan im deutschsprachigen Raum eher bei Jan Delay, während Sänger Motto oft in Sachen Aritkulation und Melodiewahl ein wenig an Rio Reiser oder auch an Seligs Jan Plewka mit Countryeinschlag erinnert. Stilistisch gibt es viel Abwechslung, ob Bossa-Ballade ("Womnidure"), Chanson meets Hip Hop ("Ambience scandale"), Funk ("Immer dasselbe") oder auch Neo Country ("Herz"). Für Fans guter deutschsprachiger Musik eine echte Hörempfehlung.