Manchmal muss man erst ein Stück reisen, um dann doch bei sich selbst anzukommen. So ungefähr kann man die Entstehungsgeschichte von Nukular zusammenfassen. Eigentlich waren die Musiker aus dem Rhein-Main-Gebiet separat zu einem Popkurs nach Hamburg gereist, damit sie mal "neue Leute treffen" und ihre Horizonte erweitern können. Am Ende passte es aber ausgerechnet zwischen ihnen so gut, dass man direkt nach dem Kurs eine Woche lang ein Landhaus mietete und mit den Aufnahmen erster Songs begann. Herausgekommen ist der geschickte Transport amerikanischer und englischer Alternative-Rocksounds in die deutschsprachige Musiklandschaft. Hier und da klingt das ein wenig Billy Talent, nach den Red Hot Chilli Peppers oder auch Incubus mit deutschen Texten. Die Wörter sind dabei allerdings nicht nur irgendwie aneinadergereiht, denn ihre Aussagen sind der Combo genauso wichtig wie die instrumentale Seite. "Bei unserer Musik ist man nicht nur mit Körper dabei, sondern auch mit anderen Sinnen", betont Sänger Woody. Das Ziel sei dabei "die deutschsprachige Musik auf ein höheres Level zu bringen". Den Anfang haben Nukular als Vorreiter mit 'Schere im Kopf' gemacht.