
Zahlreich und stilistisch vielseitig sind die Soloalben von Ringo Starr, der es immer noch nicht lassen kann, immer mal wieder ins Studio zu gehen, 'Y Not' wird er sich gesagt haben, um sich dann intensiv ans Werk zu begeben. Herausgekommen ist ein sehr persönliches, geradezu retrospektives Werk, das bis zu den gemeinsamen Zeiten mit den Beatles zurückgeht. Er, der bei den Beatles-Alben produktionstechnisch kaum involviert war, hat sich jetzt erstmals auch als Produzent versucht. Gemeinsam mit einer kleinen Schar ausgewählter alter und neuer Freunde, wie Dave Stewart, Joe Walsh, Benmont Tench, Don Was und Gastsänger wie Joss Stone und Ben Harper, hat Ringo Starr die größtenteils selbstgeschriebenen Songs eingespielt. Sein alter Weggefährte Paul McCartney spielt Bass auf "Peace Dream", Ringos bewegendem Appell für den Weltfrieden, und ist bei dem wunderbaren, meditativen "Walk With You" ebenfalls mit von der Partie. 'Y Not' spart in der Tat nicht an Ohrwürmern, wie dem rockigen Track "Fill In The Banks" oder dem sentimental-autobiografischen Lied "The Other Side Of Liverpool". Zehn Songs, die nicht nur den Beatles-Fans ganz aus dem Herzen sprechen, zeigen einen Ringo Starr der rockt wie selten zuvor.