Reise ins Herz der westafrikanischen Musik
Ali Farka Touré, der 2006 an Knochenkrebs gestorbene "König des Wüsten-Blues", und sein kongenialer Partner, der Kora-Spieler Toumani Diabaté, haben sich mit ihren Alben um die Verbreitung der Musik Malis verdient gemacht. Verdientermaßen erhielten sie für 'In The Heart Of The Moon' (2005) einen Grammy. Das Nachfolgewerk, im gleichen Jahr an drei Nachmittagen in einem Londoner Studio aufgezeichnet, ist die letzte Aufnahme von Ali Farka Touré und dem an den Sessions beteiligten Kontrabassisten Cachaito López. Trotz starker Schmerzen präsentiert sich Touré als ein Meister der Gitarre, der mit sanftem Klang ins Herz der westafrikanischen Kultur vordringt. "Dieses Album ist eine raffiniertere Aufnahme als in 'The Heart Of The Moon'. Wir hatten Zeit, um alles perfekt zu machen", erklärt Toumani Diabaté. Herausgekommen ist ein weiseres, weicheres, akustisches Album. Die elf Lieder, traditionelle Mandé-Lieder, darunter mit "Bé Mankan" die Nationalhymne von Guinea-Conakry, die Ali und Toumani mit Inbrunst spielen, sind einfach zum Weinen schön.