Man nehme etwas frühe Madonna, füge ganz körnigen Electro-Sound à la Joy Division und Suicide hinzu und rühre es kräftig mit einer Dosis Manchester Rave um. Heraus kommt die extravagant gestylte LoneLady, die in ihren spröden Songs die 80er wiederaufleben lässt, ohne nostalgische Gefühle zu wecken. Auf ihrem Debütalbum 'Nerve Up' gibt sich die gebürtige Manchesterin Julie Campbell, wie LoneLady mit bürgerlichem Namen heißt, ganz den Geistern all ihrer Lieblingsbands hin: Joy Division, Wire, The Fall, ESG oder PIL. Auch wenn sie sich ihren Vorbildern verpflichtet fühlt, die Coolness, die Nervosität und Gehetztheit ihrer Vorbilder zu repetieren, strahlen Tracks wie "Early The Haste Comes", "Immaterial" oder "Cattletears" in erster Linie die Fragilität und Verletzlichkeit einer Künstlerin aus, die sich der Ambivalenz des Lebens stellt. Mögen die schrammelnden Gitarren und der puckernde Rhythmus auch rückwärtsgewandt sein, die Botschaft von LoneLady weist in Richtung Zukunft.