Neue Runde, anderes Spiel
Der französische Schlagzeuger Manu Katché ist ein international gefragter Studio- und Live-Schlagzeuger, der seit 20 Jahren mit seinem unverkennbaren Stil, irgendwo zwischen Jazz, Rock und Weltmusik, für Aufmerksamkeit sorgt. Geprägt von der Leichtigkeit und dem Feuer seines Spiels ist auch sein drittes Album für ECM, das Manu Katché mit einem internationalen "Dreamteam", bestehend aus Tore Brunborg (Saxofon), Jason Rebello (Piano), Pino Palldino (Bass), Jacob Young (Gitarre) und Kami Lyle (Gesang, Trompete), eingespielt hat. 'Third Round' bietet elf durchgängig entspannte Stücke zwischen minimalem Funk, elegantem Pop und stringentem Jazz-Feeling. Die Stimmung der eingängigen Melodien schwankt zwischen träumerisch und tänzerisch, sucht eine imaginäre Schnittmenge zwischen Katchés langjährigen Bandchefs Jan Garbarek und Sting. Konsequent hat er den klaren und dichten Sound, der schon seine beiden ECM-Vorgängeralben auszeichnete, weiterentwickelt. Über seine Mitstreiter sagt Katché: "Uns alle verbindet großes Vertrauen, Spaß und Lachen - und das zählt mehr als alles andere." Für den Hörer bedeutet das perfekte musikalische Balance. "Swing Piece" lebt von der klanglichen Weite des Pianos und dem satten Tenor von Tore Brunborg, während bei "Springtime Dancing" das sensible Spiel des Gitarristen Jacob Young in den Vordergrund rückt. Die vokale Qualität der Songs bestimmt Kami Lyle, deren Stimme sich organisch in das Gesamtkonzept einfügt. Manu Katché hingegen zeigt sich bei allen Stücken als ein Meister der Zurückhaltung, der sich beim Schlussstück "Urban Shadow" sogar komplett der Stimme enthält. Es ist eben ein sehr gelassenes Spiel, das hier in die dritte Runde geht.