Die gemeinsame Tournee im Jahr 2008 mit Death Cab For Cutie scheint gut funktioniert zu haben. Zumindest war deren Gitarrist Chris Walla von dem kanadischen Geschwister-Duo Tegan And Sara dermaßen angetan, dass er zusammen mit Howard Redekopp, der bereits an der Entstehung ihres vierten Albums 'So Jealous' beteiligt war, die Produktion ihres sechsten Werks 'Sainthood' übernahm. Die Aufnahmen fanden in Los Angeles und Seattle statt und wurden von Dave Sardy (Red Hot Chili Peppers, Slayer) fein geschliffen. In Kanada, den USA und Großbritannien erschien 'Sainthood' schon letztes Jahr, mittlerweile ist es auch hier erhältlich.
Tegan und Sara Quin sind experimentierfreudige Schwestern, deren Musik grob als poppiger Indierock beschrieben werden kann. Mit Pop geht es auch los (siehe "Arrow"), ehe der Rock das Zepter übernimmt. Da wäre die wunderschöne Indierock-Hymne "Don't Rush" oder "Northshore", in dem sie eine Vorliebe für Punkrock erkennen lassen. Lässig rocken sie sich durch die knapp über zwei Minuten. Das Schlagzeug poltert, die Gitarrenriffs schmettern durch den Raum, der Bass wummert und die Quin-Schwestern singen beherzt gegen diesen dezenten Krach an. Nicht krachig, aber rockig ist die Singleauskopplung "Hell". Ganz anders hingegen klingen Tegan And Sara in dem flockigen "Alligator", dem Glockenspiel und Samples die exotischen Note verleihen.