Unendlich vervielfachter Metheny-Sound
Neues musikalisches Territorium erforscht der siebzehnfache Grammy-Award-Gewinner Pat Metheny mit seinem Orchestrion-Projekt. Der Gitarrist und Komponist greift dabei auf ein mechanisches Multi-Musikinstrument zurück, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Klang eines ganzen Orchesters ersetzen konnte. Methenys "New Orchestrion", das er seinen Bedürfnissen und musikalischen Vorstellungen angepasst hat, enthält Bass, Gitarre, Marimba und Percussion sowie 20 weitere mechanische Instrumente. Monatelang arbeitete Metheny mit einem Ingenieurteam an seinem Orchestrion, dem er für das gleichnamige Album fünf neue Kompositionen entlockte. Dabei steuerte der brillante Jazzmusiker die gesamte Musik von seiner Gitarre aus. Via Software und Computer befehligte er ein paar Roboter, die die Instrumente dann genau so spielten wie er es wollte. Dass dem Metheny-Sound auch mit einem Orchestrion nichts Künstliches anhaftet, kann man in so improvisationsstarken Stücken wie "Entry Point" und "Expansion" erleben, während das sehnsuchtsvolle "Soul Search" den Hörer in flauschig-harmolodische Gefilde entführt. "Ich habe bei der Entwicklung all dieser Musik und der Instrumente einen enormen Forscherdrang entwickelt, der mich in neue, bislang unerkannte musikalische Gefilde geführt hat", erklärt Pat Metheny. Mit seinem neuen Album im Gepäck ist er vom 23. 2. bis 11. 3. in Deutschland auf "Orchestrion Tour".