Metalbands schreiben gerne Konzeptalben und erzählen mythische Geschichten. Da machen die Schweizer von Morrigu keine Ausnahme. Schon ihr Bandname verweist auf eine irische Gottheit, die manchmal in Form einer Krähe auftaucht und Krieg, Tod und Untergang prophezeit. Entsprechend düster sind die Themen und die Stimmung auf ihrem neuen Album 'The Niobium Sky', das ebenfalls von keltischer Myhtologie beeinflusst wurde. Aber auch die "graue Freudlosigkeit der Gegenwart" habe sie während ihrer Arbeit im Studio zu den dreizehn Titeln inspiriert. Herausgekommen ist eine ordentliche Dosis Dark Metal mit ein paar Zutaten aus dem Doom und Deathmetalbereich. Dunkelschwarz ist die Atmosphäre, die sich durch das gesamte Album zieht. Im Gegensatz zu ihrem Debut fällt der zweite Longplayer aber melodischer und progressiver aus. Aus dem Gewitter der Rhytmusfraktion schälen sich immer wieder Melodien und sogar echte Ohrwürmer heraus. Das Quintett traut sich im zehnten Jahr seines Bestehens mehr zu und entwickelt sich so konsequent weiter. Fans epischen Metals sollten sich die CD nicht entgehen lassen.